Die Messe LOGISTICS & AUTOMATION Hamburg, Juni 2026


Vom 2. bis 3. Juni 2026 fand in der Hamburg Messe die Fachveranstaltung LOGISTICS & AUTOMATION Hamburg statt. Sie befasste sich mit Intralogistik, Lagerautomatisierung, Materialfluss und modernen technologischen Lösungen für Wirtschaft, Produktion und Logistik.
Der Verein ZTWP 2030 e. V. nahm als offizieller Gast an der Messe teil. Für unsere Vereinmitglieder war dies eine Gelegenheit, moderne Technologien in Aktion zu erleben und zu verstehen, welche digitalen und ingenieurtechnischen Kompetenzen in den kommenden Jahren gefragt sein werden. Zudem konnten wir ermitteln, mit welchen Partnern wir in der Region zukünftig Bildungs-, humanitäre, logistische und technologische Projekte umsetzen möchten.
Da die Messe gemeinsam mit der EMPACK Hamburg und der all about automation Hamburg stattfand, konnten die Besucher ein breites Spektrum an Lösungen sehen: von Lagerautomatisierung und Industrierobotern bis hin zu 3D-Druck, Exoskeletten, Servicerobotik, autonomen Staplern und digitalen Steuerungssystemen für Produktionsprozesse.
Humanoider Roboter: Technologien, die bereits mit Menschen interagieren

Einer der beeindruckendsten Eindrücke war der humanoide Roboter. Er begrüßte die Besucher, unterhielt sich mit ihnen und zeigte deutliches Interesse daran, einen Spaziergang entlang der Stände zu machen. Wir konnten ihn persönlich begrüßen. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Robotik allmählich die Grenzen der Labore überschreitet und Teil des realen sozialen und beruflichen Umfelds wird.
Zu diesem Bereich gehört im offiziellen Ausstellungskatalog insbesondere EF Robotics. Das Unternehmen präsentierte das Thema der humanoiden Robotik und stellte unter anderem den Unitree G1 vor. In der "Humanoid Academy" wird erörtert, wie humanoide Roboter in Industrie, Bildung, Forschung und Geschäftsprozessen eingesetzt werden können.

Für den ZTWP 2030 e. V. ist dieses Thema aus pädagogischer Sicht von besonderer Bedeutung. Ein humanoider Roboter kann Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zeigen, dass künstliche Intelligenz, Sensoren, Mechanik und Programmierung keine abstrakten Begriffe sind, sondern reale Technologien, die man bereits in der Praxis sehen und erlernen kann.
Roboterhund und mobile Robotik

Auf der Messe war unter anderem ein Roboterhund zu sehen. Solche Roboter sind deshalb interessant, weil sie sich in einer komplexeren Umgebung fortbewegen können als herkömmliche Radplattformen. Sie demonstrieren die Möglichkeiten der mobilen Robotik bei Inspektionen, technischer Überwachung, Fortbewegung auf komplexen Routen und dem Einsatz in Bereichen, in denen es für Menschen unangenehm oder unsicher ist, sich längere Zeit aufzuhalten.
Im offiziellen Messekatalog werden im Bereich der mobilen Robotik und autonomen Roboter außerdem Unternehmen wie die Innok Robotics GmbH, die SEER Robotics Europe GmbH, die AISCI Ident GmbH, die EF Robotics, die Storojet GmbH, die advasolutions GmbH und die SSI-SCHÄFER GmbH vorgestellt.
Diese Unternehmen präsentieren unterschiedliche Ansätze für
Bewegungsautomatisierung, Lagerroboter, AMR-Systeme, Roboterplattformen
und die digitale Steuerung von Logistikabläufen.
Für Bildungsprojekte sind der Roboterhund von Ferain und mobile Roboter besonders interessant, da sie Mechanik, Programmierung, Navigation, Sensorik, Computer Vision und künstliche Intelligenz anschaulich miteinander verbinden.
Exoskelette: Technologien zur Unterstützung des Menschen

Besondere Aufmerksamkeit erregten Exoskelette, also Geräte, die die körperliche Belastung des Menschen beim Heben, Tragen oder bei sich wiederholenden Bewegungen verringern. Auf der Messe konnten wir uns nicht nur mit verschiedenen Lösungen vertraut machen, sondern auch Exoskelette anprobieren.
Auf der offiziellen Teilnehmerliste sind in diesem Bereich die Auxivo
AG, die exoIQ GmbH und die hTRIUS GmbH aufgeführt. Diese Unternehmen
präsentieren Lösungen, die Mitarbeiter unterstützen, Rücken, Schultern
und Arme entlasten und die Arbeitssicherheit in der Logistik, in Lagern
und in der Produktion verbessern.

Dies zeigt deutlich, dass moderne Technologien den Menschen nicht immer ersetzen. Oft werden sie entwickelt, um sie zu unterstützen, die Arbeit sicherer zu machen, das Verletzungsrisiko zu senken und die Gesundheit der Arbeitnehmer zu erhalten.
Für den ZTWP 2030 e. V. ist dies ein wichtiges Thema, da es technologische Bildung, sozialen Nutzen und die Fürsorge für den Menschen miteinander verbindet.
Reinigungsroboter: Automatisierung alltäglicher Abläufe

Zu den vorgestellten Lösungen gehörten auch Reinigungsroboter. Auf den ersten Blick handelt es sich hierbei um eine vertraute Kategorie der Robotik. Im professionellen Umfeld erfüllen solche Geräte jedoch wichtige Aufgaben: Sie halten große Räumlichkeiten sauber, entlasten das Personal und steigern die Effizienz bei der regelmäßigen Reinigung.
Zu den in diesem Bereich vertretenen Unternehmen gehören EF Robotics,
Giobotics, FENKA Robotics GmbH und columbus. Diese Unternehmen
präsentieren Lösungen für die professionelle Reinigung, Servicerobotik
und die Automatisierung der Instandhaltung von Gewerbe-, Lager-,
Produktions- und öffentlichen Räumen.
Für Verain ist dieser Bereich ein Beispiel für praktische Automatisierung, die bereits heute nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in öffentlichen, Bildungs- und humanitären Einrichtungen eingesetzt werden kann.
Staplerroboter und autonome Lagerlogistik

Große Aufmerksamkeit erregten Staplerroboter, autonome Transportlösungen und Systeme für den Warentransport innerhalb von Lagern und Produktionshallen. Solche Technologien helfen dabei, Paletten, Behälter und Materialien zu transportieren, die Belastung der Mitarbeitenden zu verringern und die Effizienz der Logistikprozesse zu steigern.
Zu diesem Themenblock gehören die Unternehmen Linde Material Handling
GmbH, Toyota Material Handling, EP Equipment Germany GmbH, FILICS GmbH,
EF Robotics, SEER Robotics Europe GmbH, SSI-SCHÄFER, Element Logic
Germany GmbH, Storojet GmbH und advasolutions. Im offiziellen Katalog
werden diese Unternehmen mit Gabelstaplern, Lagertechnik, autonomen
Transportsystemen, Lagerrobotern, automatisierten Lagern und Lösungen
für die Intralogistik in Verbindung gebracht.

Für humanitäre Logistikprojekte ist dies ein besonders wichtiger Bereich. Denn die richtige Organisation von Lagerung, Sortierung, Transport und Ausgabe von Gütern kann die Geschwindigkeit und Qualität der Hilfe erheblich beeinflussen. Daher hilft die Auseinandersetzung mit diesen Lösungen dem Verein, besser zu verstehen, wie die eigenen Logistikprozesse in Zukunft weiterentwickelt werden können und mit welchen Partnern er dabei zusammenarbeiten sollte.
Roboterarme für die Fertigung und Förderanlagen
Auf der Messe waren Roboterarme sowie Lösungen für Fertigungslinien und Förderanlagen zu sehen. Solche Systeme werden für das Sortieren, Transportieren, Verpacken, Montieren, Palettieren, Depalettieren und andere sich wiederholende Arbeitsschritte eingesetzt.

In diesem Katalogbereich sind Danrobotics A/S, OnRobot GmbH, RO-BER Industrieroboter GmbH, ITOH DENKI EUROPE, Flowsort, BLOKSMA-Engineering GmbH und BOWE INTRALOGISTICS vertreten. Diese Unternehmen repräsentieren verschiedene Bereiche der industriellen Automatisierung, darunter Robotersysteme, Greifer, Förderkomponenten, Sortierlösungen, Produktionslogistik und automatisierte Fertigungslinien.
Robotermanipulatoren veranschaulichen sehr gut, wie sich die moderne Fertigung verändert. Immer mehr Prozesse werden mit hoher Präzision, Geschwindigkeit und der Möglichkeit zur Integration in digitale Steuerungssysteme ausgeführt.
Dies ist ein wichtiges Thema für die Bildungsinitiativen von ZTWP 2030
e. V., da es Robotik, Programmierung, Mechatronik,
ingenieurwissenschaftliches Denken und das Verständnis für zukünftige
Berufe miteinander verbindet.
3D-Drucker: Von der Idee zum fertigen Objekt

Ein weiterer interessanter Bereich sind 3D-Drucker. Mit ihrer Hilfe lassen sich Prototypen, Bauteile, Lehrmodelle und kleine funktionale Elemente schnell herstellen. Diese Technologie ist sowohl für die Industrie als auch für den Bildungsbereich von Nutzen.
Im offiziellen Messekatalog wird in diesem Bereich die BigRep GmbH aufgeführt, ein Unternehmen, das sich auf industrielle additive Fertigungsplattformen und große 3D-gedruckte Bauteile spezialisiert hat.
Für ZTWP 2030 e. V. ist das Thema 3D-Druck besonders relevant, da es ingenieurwissenschaftliches Denken, kreatives Herangehen, Konstruktionsfähigkeiten und das Verständnis dafür fördert, wie aus einem digitalen Modell ein reales Objekt entsteht. Dieser Bereich kann für zukünftige Workshops, Technik-AGs und Bildungsprojekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene nützlich sein.
Digitale Lösungen, Lagersysteme und Smart Logistics

Auf der Messe wurden neben einzelnen Robotern und Geräten auch ganzheitliche Lösungen für Lager, Logistik und Materialflussmanagement vorgestellt. Dazu zählen Software, automatisierte Lagersysteme, Identifikationssysteme, digitale Plattformen sowie Lösungen zur Steigerung der Prozesstransparenz.
In diesem Bereich sind die Element Logic Germany GmbH, die Modula GmbH und die Hänel GmbH & Co. KG, SSI-SCHÄFER, die T-Systems International GmbH, die NIMMSTA GmbH, die mobisys GmbH, OPUS // G, die AISCI Ident GmbH und die Unitechnik Systems GmbH. Diese Unternehmen zeigen, dass moderne Logistik nicht nur aus Technik, sondern auch aus Daten, Software, Planung, Sensoren, mobilen Geräten und digitaler Steuerung besteht.
Für den Verein ist dies im Hinblick auf zukünftige humanitäre und Bildungsprojekte von besonderer Bedeutung. Denn jede effektive Logistik beginnt mit verständlichen Prozessen, Erfassung, Koordination, Transparenz und der Fähigkeit, schnell auf Veränderungen zu reagieren.
Warum das wichtig ist?
Der Besuch der "LOGISTICS & AUTOMATION Hamburg 2026" bot die Gelegenheit, sich einen Überblick über die bereits in den Bereichen Logistik, Fertigung, Dienstleistungssektor und industrielle Automatisierung eingesetzten Technologien zu verschaffen. Zu sehen waren humanoide Roboter, mobile Roboter, Roboterhunde, Exoskelette, Reinigungsroboter, autonome Stapler, Roboterarme, 3D-Drucker und digitale Lagersysteme – all dies ist bereits Teil der realen Arbeitswelt.
Für die Mitglieder unseres Vereins sind solche Veranstaltungen wichtig, um Organisationen und moderne Technologien kennenzulernen. Sie helfen auch dabei, zu verstehen, welche Bildungsthemen weiterentwickelt werden sollten, welche praktischen Formate für Kinder, Jugendliche und Erwachsene interessant sein könnten und mit welchen Partnern in der Region zusammengearbeitet werden könnte.
Die Technologien der Zukunft rücken näher, wenn man sie sehen, ausprobieren, fotografieren, diskutieren und mit realen Aufgaben in Verbindung bringen kann. Genau aus diesem Grund verfolgt ZTWP 2030 e. V. die Entwicklungen in den Bereichen Robotik, Automatisierung, 3D-Druck, digitale Logistik und Ingenieurausbildung weiterhin aufmerksam – und sucht nach Möglichkeiten, diese in gemeinnützigen Projekten einzusetzen.
* - Die Fotos wurden vom Verein ZTWP 2030 e. V. erstellt
Olha Shchedrova, Vorsitzender des Vereins
